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09. April 2026
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Standaktion
11. Oktober 2026
Die nächste Standaktion findet am Samstag 17. Oktober 2026 am Markt in Solothurn statt, von 08.00 bis 12.00 Uhr am Kronenplatz.
Hans Marti und Manuela Misteli sammeln Unterschriften für unsere Initiative "Zukunft gestalten - Schule für BekleidungsgestalterInnen".
Standaktion in Solothurn
14. September 2026
Vergangenen Samstg waren wir auf dem Markt in Solothurn für die Initiative unterwegs. Innert vier Stunden konnten wir sensationelle 271 Unterschriften sammeln und im Gespräch mit den Unterzeichnenden viele positive Rückmeldungen entgegennehmen. Am nächsten Mittwoch findet noch einmal eine Sammelaktion in Solothurn statt, ab 8 Uhr wird Hans Marti mit Tischli und Bewilligung bei der Hauptgasse 52/54 bereit stehen. Er wird dabei von Manuela Misteli und Tim Misteli unterstützt. Falls noch jemand Zeit hat, bitte einfach dazustossen!




Vorstand «so-fadegrad» von links: Roberto Aletti, Franziska Aletti, Hans Marti, Stefan Nünlist. Es fehlt: Sascha Rickenbacher.

Karin Bischoff hielt ein Referat zur Ausbildung in der Bekleidungsbranche.
Mit Herzblut für die "Schule für Mode und Gestalten"
10. september 2026
Bericht der Generalversammlung von Stefan Nünlist
Mitte August trafen sich die Mitglieder des Vereins «so-fadegrad» zu ihrer ersten GV im neu angebrochenen Schuljahr. Ziel des Vereins ist es, das von der Schliessung bedrohte Lehratelier für Mode und Gestaltung zu neuer Blüte zu bringen und so jungen Menschen Perspektiven zu schaffen in einem faszinierenden Berufsumfeld. Präsidentin Franziska Aletti konnte in der Oltner Spittelschür über 15 Mitglieder und Sympathisantinnen aus dem ganzen Kanton zu einer lebhaften Versammlung begrüssen. Neben den Informationen des Vorstandes rund um die laufende Unterschriftensammlung – rund 2'000 Unterschriften von den für die Gesetzesinitiative notwendigen 3'000 konnten innert wenigen Wochen bereits gesammelt werden – interessierte vor allem das mit Spannung erwartete Referat der St. Galler Textil Unternehmerin und langjährigen Präsidentin von Swiss Mode Karin Bischoff zur Ausbildung in der Bekleidungsbranche.
Karin Bischoff wusste als Praktikerin zu begeistern. Denn sie selbst hat in Lehrateliers in St. Gallen und Zürich das Handwerk der Bekleidungsgestalterin gelernt und sich so fachliche, menschliche und unternehmerische Qualitäten als Grundlage ihres beruflichen Werdegangs angeeignet. Die Ostschweizer Unternehmerin ist überzeugt, dass eine Schule wie die Schule für Mode und Gestalten in Olten mehr ist als ein Ausbildungsort. Das Lehratelier ist ein Ort, an dem junge Menschen eine Perspektive erhalten, an dem handwerkliches Wissen weitergegeben wird und so Berufe weiterleben, die für unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und unsere Kultur wichtiger sind als viele auf den ersten Blick erkennen. Diese zu schliessen und die gewachsenen Strukturen zu zerstören ist aus Sicht der Referentin aus mehreren Gründen mehr als kurzsichtig.
Die im Oltner Lehrateliers ausgebildeten Berufe Bekleidungsgestalter/in EFZ und Bekleidungsnäher/in EBA bilden die Grundlage eines ganzen Berufsfeldes. Es geht nicht nur um das «Nähen», sondern drum, ein Kleidungsstück von der Idee bis zur fertigen Umsetzung zu verstehen, Kundenwünsche zu analysieren, Materialien auszuwählen, Schnitte zu erstellen, Stoffe zu verarbeiten und vieles mehr. Bekleidungsnäherinnen und Bekleidungsnäher EBA erwerben eine praxisnahe Grundbildung, die jungen Menschen einen Einstieg in die textile Berufswelt ermöglicht. Gerade für Jugendliche, die einen niederschwelligen, aber soliden Einstieg ins Berufsleben brauchen, ist dieses Angebot wertvoll. Eine Vergleichsstudie der ETH zeigt denn auch klar, dass es in der beruflichen Grundbildung um ausgeprägte handwerkliche Kompetenzen geht, um ein ganzheitliches Verständnis des Herstellungsprozesses, um Problemlösungsfähigkeit sowie um Sozial- und Selbstkompetenzen.
Die Branche ist auf Grund der vielen kleinen Betriebe nicht in der Lage, Lernende umfassend auszubilden. Die ETH-Studie hält denn auch fest, dass rund 90 Prozent der Lehrstellen in der Bekleidungsgestaltung schulisch organisiert sind und nur rund 10 Prozent dual in Betrieben stattfinden. Das ist Ausdruck der Realität der Textil- Branche. Lehrateliers sind nicht eine Notlösung. Sie sind eine tragende Säule der Ausbildung.
Bekleidungsberufe sind, so Karin Bischof klein, aber wirtschaftlich relevant für Ateliers, für Theater und Film, für die Textil- und Bekleidungsindustrie, für Design, Schnitttechnik, Produktentwicklung, Spezialanfertigungen, Trachten, Fasnachtskleider, Änderungsaufträge für Alltagsbekleidung, Braut- und Festmoden, Uniformen, Schutzbekleidung, Medizinaltextilien und viele weitere Nischen. Bekleidung ist viel mehr als Mode. Es ist auch Versorgung, Gesundheit, Produktion, Nachhaltigkeit, regionale Wertschöpfung, Schweizer Qualität und Unternehmertum. Entsprechend gehören die Schweizer Fachleute weltweit zu den Besten an internationalen Berufsmeisterschaften. Was die Zukunft des Handwerks betrifft, ist die Unternehmerin optimistisch. Denn die erfolgreiche Digitalisierung setzt Profis voraus, die Material, Passformen und Verarbeitung verstehen. Zum Schluss brachte es die Referentin auf den Punkt und sprach allen Anwesenden aus dem Herzen: Wenn wir wollen, dass handwerkliche Berufe eine Zukunft haben, müssen wir auch die Strukturen erhalten, die diese Berufe möglich machen. Wenn wir Nachhaltigkeit ernst nehmen, müssen wir Menschen ausbilden, die Dinge herstellen, reparieren, anpassen und wertschätzen können. Und wenn wir regionale Wirtschaft ernst nehmen, müssen wir Fachkräfte ausbilden, die hier arbeiten, hier produzieren und hier Unternehmen stärken. Und wenn wir junge Menschen ernst nehmen, dann dürfen wir ihnen nicht sagen: Diese Ausbildung wäre wichtig – aber leider gibt es den Ort dafür nicht mehr.
Der Mitglieder des Vereins «so fadegrad» werden in den kommenden Wochen zusätzlich auf dem Markt in Solothurn und in Dornach Unterschriften sammeln, so dass noch im Verlauf des Herbsts die notwendigen 3'000 Unterschriften für die Gesetzesinitiative beieinander sind.
Erste GV so-fadegrad
11. Juli 2026
Bitte reserviert euch diesen Termin:
19. August 2026
19:00 Uhr
Spittelschüür, Marktgasse 29, 4600 Olten
Wir freuen uns auf eure Teilnahme. Vereinsmitglieder, Interessierte und Unterstützende sind herzlich willkommen. Anmeldungen bitte bis zum 16. August an aletti@yetnet.ch.
Unterschriftensammlung
03. Juli 2026
Aktueller Zwischenstand
Nach einer weiteren Standaktion auf dem Oltner Wochenmarkt sind wir bei 1'410 Unterschriften angelangt. Herzlichen Dank allen!
Standaktion auf dem Oltner Wochenmarkt
20. juni 2026
Zweite Standaktion
Komiteemitglied Stefan Nünlist sammelte vergangenen Samstag auf dem Oltner Wochenmarkt beim Bifang Unterschriften. In der unmittelbaren Nähe der SMG war die Unterstützung gross.
Die nächste Gelegenheit, um die Initiative zu unterschreiben, bietet sich am Wochenmarkt am Donnerstag, 02. Juli, wo wir mit unserem Stand auf der Kirchgasse sein werden. Wir freuen uns darauf, zahlreiche Menschen zu treffen!


Unterschriftensammlung
06. Juni 2026
Erste Standaktion vor dem VOI Niedergösgen
Die Komiteemitglieder Hans Marti, Franziska und Roberto Aletti sammelten am Samstagmorgen vor dem VOI Niedergösgen rund 100 Unterschriften für die Initiative. Unser Anliegen wurde von vielen Menschen positiv aufgenommen. Herzlichen Dank für die Unterstützung!
Jetzt soll das Solothurner Stimmvolk die Schule für Mode und Gestalten retten
17.04.2026
Ist das Schicksal der Oltner Lehrwerkstätte doch nicht besiegelt? Ein prominent besetztes Initiativkomitee, darunter mehrere Freisinnige, will den Sparbeschluss des Regierungsrats an die Urne bringen.
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Volksinitiative will Schule für Mode und Gestalten retten
17. April 2026
Am 17. April startet die Unterschriftensammlung für die Volksinitiative «Zukunft gestalten - Schule für BekleidungsgestalterInnen». Die Initiative fordert eine Änderung des Gesetzes über die Berufsbildung, um den Betrieb des Lehrateliers in Olten zu sichern.
Die Initiative ist eine Reaktion auf den Sparbeschluss des Solothurner Regierungsrats, die Schule für Mode und Gestalten in Olten zu schliessen. Sie nennt drei Hauptpunkte, die für die Weiterführung der Schule sprechen: Es fehlen entsprechende Lehrstellen auf dem freien Markt, die Schule bietet beste Möglichkeiten für den Berufseinstieg, und mit der Schliessung geht ein Element der kulturellen Identität verloren.
Lehrstellen für handwerklichen Beruf: Schweizweit absolvieren rund 750 Lernende eine Lehre im Bereich der Bekleidung. Nur 30 Lernende können die Lehre dual absolvieren. Alle andern tun dies in einem von insgesamt 18 staatlichen oder staatlich getragenen Ateliers. Die Schliessung der Schule für Mode und Gestalten bedeutet, dass Solothurner Jugendliche diese Lehre nicht mehr absolvieren können oder diese zum Teil aus der eigenen Tasche zahlen müssten. Damit gehen Ausbildungsplätze für einen handwerklichen Beruf und die wichtige Fähigkeit für einen nachhaltigen Umgang mit Dingen des täglichen Gebrauchs verloren.
Einstieg ins Berufsleben: Mit dem Angebot einer handwerklichen Ausbildung schafft der Kanton eine Möglichkeit für einen niederschwelligen Einstieg ins Berufsleben und ermöglicht jungen Menschen durch eine solide Ausbildung, ihr Leben zu gestalten und auf eignen Füssen zu stehen.
Regional verankert: Die bisherige Oltner Schule für Mode und Gestalten ist in der Region und im Kanton stark verankert und leistet einen hohen Beitrag zur Förderung der kulturellen Identität und Integration.
Hinter der Initiative steht der Verein «fadegrad». Er wird angeführt von Franziska Aletti-Schmid aus Niedergösgen, die bereits einen Volksauftrag zum gleichen Thema lanciert hatte. Trotz sehr starkem Rückhalt für das Anliegen aus dem ganzen Kanton lehnte der Kantonsrat den Volksauftrag im letzten Herbst ab. Nun doppelt sie mit der Volksinitiative nach. «Ich bin überzeugt, dass die Solothurner Bevölkerung das anders sieht und hinter der SMG und dem damit verbundenen Volksgut steht», erklärt sie ihr Vorgehen.
Sie erwartet, dass die Solothurner Regierung nun den Betrieb der Schule weiterführt, bis der Entscheid des Volks vorliegt. «Die Schule ist bereit, nach den Sommerferien mit einem weiteren Jahrgang von Lernenden weiterzufahren», betont sie.
Die Unterschriftensammlung läuft bis Oktober 2027; das Initiativkomitee ist aber überzeugt, dass die erforderlichen 3000 Unterschriften viel schneller zusammenkommen werden.
Weitere Auskünfte:
Franziska Aletti-Schmid, Präsidentin, 079 245 30 45, aletti@yetnet.ch
Stefan Nünlist, Mediensprecher, 079 460 15 90, nuenlist@bluewin.ch
www.so-fadegrad.ch

Solothurner Schule für Mode und Gestalten droht das Aus
01. September 2025
Die Schule für Mode und Gestalten in Olten SO steht im politischen Gegenwind: Eine Kommission des Solothurner Kantonsrats hat sich wie der Regierungsrat für die Schliessung der kantonalen Lehrwerkstätte ausgesprochen.
(Keystone-SDA) Die Bildungs- und Kulturkommission habe den Volksauftrag zum Erhalt der Schule abgelehnt, teilten die Parlamentsdienste am Montag mit. Im kantonalen Massnahmenplan 2024 werde verlangt, diese Schule einlaufend ab dem Schuljahr 2025/2026 zu schliessen.Die Kommissionsmitglieder hätten sich eingehend mit dem Volksauftrag befasst und sich durchwegs für die duale Berufsbildung ausgesprochen. «Es ist jedoch nicht primär die Aufgabe des Kantons, die duale Berufsbildung in Lehrateliers zu finanzieren», hiess es weiter.
«Schweren Herzens»
Angesichts der finanziellen Situation des Kantons und der geringen Anzahl der Lehrverhältnisse hätten sich die Kommissionsmitglieder – «wenn auch schweren Herzens» – mehrheitlich gegen den Volksauftrag ausgesprochen. Damit folgte die Kommission dem Antrag des Regierungsrats, den Volksauftrag für nicht erheblich zu erklären.Rund 1750 Personen hatten den Volksauftrag unterschrieben. «Eine Schliessung der Schule für Mode und Gestalten würde bedeuteten, dass Solothurner Jugendliche diese Lehre nicht mehr absolvieren könnten oder gestützt auf die Pläne der Regierung diese aus der eigenen Tasche zahlen müssten», heisst es im Auftrag: «Die Chancengleichheit wäre nicht gewährt.»Mit einem Volksauftrag, der in der Kantonsverfassung verankert ist, haben 100 Solothurner Stimmberechtigte das Recht, dem Kantonsrat schriftlich einen Antrag zu stellen. Dieser wird gleich behandelt wie ein Vorstoss aus dem Parlament.
Trachtenverband sorgt sich
Auch der Solothurner Trachtenverband hatte sich für den Erhalt der Lehrwerkstätte ausgesprochen. In einem Brief an den Regierungsrat sowie an Politikerinnen und Politiker schrieb der Verband von einem «Todesstoss», welcher der Trachtenschneiderei im Kanton versetzt würde. Dies habe weitreichende Auswirkungen auf das Solothurner Trachtenwesen und somit auf die Vielfalt der Solothurner Kultur und Geschichte. Die Schule für Mode und Gestalten ist eine Abteilung des Berufsbildungszentrums Olten und der Gewerblich-Industriellen Berufsfachschule Olten.
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